Auf der PERRY RHODAN-Homepage erzählt Michael Marcus Thurner:
Wie es sich für einen PERRY RHODAN-Autor gehört, erzähle ich in meinen Romanen liebend gerne über Innovationen und Was-wäre-wenns, komme aber mit den rasanten technischen Fortschritten unserer Realität nur mühsam zurecht. (Während ich diese Zeilen schreibe, beschäftige ich mich nebstbei mit der Installation eines WLAN-Routers, und ich wünsche den Verkäufer, der mir versprach, die Installation würde allerhöchstens 20 Minuten dauern, seit zwei Stunden zum Teufel.)
Ebenso misstrauisch bin ich, wenn es um die vorgeblichen Segnungen von Web 2.0 geht. Eine Selbstdarstellung auf Plattformen wie Netlog, Myspace oder Facebook sind meine Sache nicht; eine eigene Homepage erscheint mir in der Gestaltung zu zeitaufwändig, selbst die Erstellung von Blog-Nachrichten erfordert mehr Geduld, als ich aufzubringen vermag.
Aber Twitter … Twitter, das hat was. Maximal 140 Zeichen stehen mir zur Verfügung, um mich kurz und knackig mitzuteilen. Ein paar Sekunden sind jenes Maß, das ich erübrigen möchte, um mich in den Untiefen der virtuellen Welt darzustellen. Die Verkürzung und Komprimierung hat einen herben Charme: Die Informationen müssen punktgenau sitzen, Gehalt haben, vielleicht amüsieren, im besten Fall neugierig machen.
Während eines losen E-mail-Verkehrs mit Klaus N. Frick entstand die Idee, Twitter während der Entstehung eines PERRY RHODAN-Manuskripts intensiv einzusetzen. Den einen oder anderen Leser, so glaubten wir, könnte der Arbeitsprozess und das ganze Drumherum bei der Werdung eines Manuskripts interessieren – und auch die persönlichen Qualen, die einen Autor befallen, wenn’s mal nicht so läuft, wie er es gerne hätte. Ich habe mich für dieses Experiment gerne zur Verfügung gestellt; es steckt halt doch ein kleiner Exhibitionist in mir.
Nach einer etwa einmonatigen Eingewöhnungszeit ist es nun für mich so weit: Parallel zu meiner Arbeit an PERRY RHODAN 2521 werde ich ab jetzt so oft wie möglich über Fortschritte erzählen, kleine Andeutungen auf den Inhalt einbringen und versuchen, meine Überlegungen während des Schreibprozesses plausibel zu machen.
Wer Interesse an diesem Experiment hat, ist herzlich eingeladen, mein Gezwitscher (= engl.; »twitter«) zu verfolgen. Die Anmeldung auf Twitter ist denkbar einfach, erfordert allerdings ein paar Grundkenntnisse der englischen Sprache. Meine Tweets finden sich hier. Wer sich nicht persönlich anmelden, meine Nachrichten aber dennoch verfolgen will, dem steht es frei, auf diese Adresse ein Bookmark zu setzen und von Zeit zu Zeit vorbei zu schauen.
Man liest sich!
So soll es sein